FAQ

Ist mein Kind immer in der Natur? 

Ja und nein. Es kommt darauf an, ob Ihr Kind in der Krippe, im Kindergarten oder im Hort ist. Auf jeden Fall ist „Draußen sein“ ein wichtiger Baustein im Tagesablauf – bei (fast) jedem Wetter. Das kann bedeuten, den Vormittag am gruppeneigenen Waldplatz zu verbringen, einen Ausflug an das Biotop oder auch auf den nahe gelegenen Spielplatz zu machen, oder in unserem großen Garten zu spielen.

Warmes Mittagessen wird im Haus eingenommen, ebenso finden Nachmittagsaktivitäten teilweise im Haus statt. Die Krippenkinder starten ihren Tag im Haus, ebenso wird jahreszeitenabhängig die Vormittagsbrotzeit drinnen oder bereits draußen eingenommen. Die Kindergartenkinder sind bis zum Mittag draußen, während Hortkinder nach der Schule erst einmal drinnen ihr Mittagessen einnehmen und dann nach Absprache und Hausaufgabenzeiten raus gehen.

 

Wie sieht die richtige Kleidung für ein Naturkindergarten-
(-krippen-) kind aus? 

Mit einer guten, funktionstüchtigen Ausstattung ist den Kindern selbst das schmuddeligste und kälteste Wetter egal – es macht einfach immer Spaß sich draußen zu bewegen und miteinander die Natur zu entdecken. Aber dafür darf man weder allzu schlimm frieren noch schwitzen!

Wir empfehlen ein „Lagen-Look“ aus mehren Schichten, den man entsprechend der Temperatur und Witterung an- und ausziehen kann. Angepasst an die Jahreszeiten haben wir eine Liste an praxistauglichen Kleidungsstücken entwickelt, die wir Ihnen sehr gerne aushändigen.

Welche Ausrüstung braucht mein Kind noch?

  • einen Rucksack mit Rückenfutter und Bauch- oder Brustgurt und einem integrierten Iso-Sitzkissen
  • Trinkflasche (mit Auslaufschutz), im Winter ggf. Iso-Trinkflasche für warme Getränke
  • Brotzeitbox, die vom Kind selbständig geöffnet und geschlossen werden kann

Können auch Integrationskinder in den Naturkindergarten gehen?

Wir haben bereits sehr gute Erfahrung mit körperlich und geistig behinderte Kinder in unserem Naturkindergarten und der  -krippe gemacht. Natürlich hängt es sehr vom Grad der Beeinträchtigung ab, ob dieses Konzept passend für die jeweiligen Kinder ist. Bitte sprechen Sie uns im Bedarfsfall dazu an.

Gibt es Regeln und Grenzen im Naturkindergarten?

Auf jeden Fall! Es muss nicht nur beim Erforschen der Lebensräume von Wald, Wiese und Wasser auf die Natur und Tiere geachtet werden, für die Kinder gib es genauso feste Regeln im Miteinander! So wissen die Kinder z.B. dass an den „Haltepunkten“ unbedingt Halt gemacht werden muss, damit kein Kind verloren geht oder wie man mit giftigen Pflanzen umgeht!

Sind die Kinder überhaupt fit für die Schule? 

Der Wald bietet zahlreiche Möglichkeiten auch die Feinmotorik und die Konzentration zu schulen. Außerdem wird genauso wie in anderen Kindergärten auch gebastelt oder ein „Vorschulprogramm“ absolviert. Außerdem haben Erfahrungswerte gezeigt, dass Kinder, die in den ersten Jahren ihren Bewegungsdrang ausleben konnten, später besser stillsitzen können!

Wie sieht es mit der Hygiene und dem „aufs Klo gehen“ aus?

Die Kinder waschen sich vor dem Essen die Hände entweder mit einem selbst mitgebrachten feuchten Waschlappen oder mit biologisch abbaubarer Seife und Trinkwasser. Für die „kleinen und großen Geschäfte“ gibt es spezielle unbespielte Plätze; sollte ein Kind Stuhlgang haben, graben die Kinder mit Hilfe der Pädagogischen Fachkräfte ein Loch und schaufeln es anschließend wieder zu (erfahrungsgemäß wird der Stuhlgang meist zu Hause erledigt). Toilettenpapier, Desinfektionstücher und eine kleine Schaufel zum Vergraben werden von den pädagogischen Fachkräften mitgeführt.